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Nachruf auf Hermann Schirle

Die Nachricht vom Tode Hermann Schirles löste in der letzten Februarwoche nicht nur bei der Bettringer Handballfamilie große Trauer aus.
Denn: Für Hermann Schirle waren Zeit seines Lebens Gemeinschaft und Vereinsleben enorm wichtig.
Wenige Wochen vor seinem 84. Geburtstag ist er Ende Februar verstorben.

 

Der Sport nahm in Hermanns gesamten Leben einen breiten Raum ein. Nach ersten sportlichen Erfahrungen im Bubenturnen spielte er dann in der Jugend Handball, für einen Unterbettringer - und das war und blieb er Zeit seines Lebens aus tiefster Überzeugung - damals eine Selbstverständlichkeit. Obwohl sein handballerisches Talent begrenzt war (gefürchtet waren allerdings bei Freund und Feind seine im Feldhandball beidhändig ausgeführten Schleuderwürfe aufs gegnerische Tor), stellte sich Hermann 1956 für das Amt des Jugendleiters zur Verfügung. Neun Jahre übte er dieses Amt mit Herzblut aus. Bei Ausschusssitzungen und gegenüber der Vorstandschaft kämpfte er immer für die Interessen seiner Handballbuben. Und wenn zu einem Auswärtsspiel dann Fahrer fehlten, transportierte Hermann die gesamte Mannschaft in seinem Fiat 500 zum Spielort.

 

1965 legte er sein Amt in jüngere Hände, 1968 stellte er sich für zwei Jahre als stellvertretender Abteilungsleiter und dann noch für zwei Jahre als Abteilungsleiter in den Dienst der Handballabteilung. Sicher für ihn nicht immer eine leichte Aufgabe, denn in manchen Ausschusssitzungen musste er sich gegen die damals starke Fußballfraktion durchsetzen. Doch wer ihn kannte weiß, durchsetzungsstark war er immer.

 

So auch als Schiedsrichter. 17 Jahre lang (1957-1974) galten seine Entscheidungen auf dem Platz als unumstößlich. Auch, als er ein Heimspiel seiner eigenen Jugendmannschaft leitete, seine Buben dann fünf Minuten vor Schluss endlich das Unentschieden erzielt hatten und er das Spiel kurzerhand abpfiff. Auf Proteste des Gegners antwortete er lapidar: „Meine Uhr gilt“.

 

Auch nach seiner aktiven Zeit blieb Hermann seiner Handballabteilung treu, die jährlichen Abteilungsversammlungen, Gartenfeste und Weihnachtsfeiern waren für ihn Pflichttermine. Bis kurz vor seinem plötzlichen Tod besuchte er fast jedes Heimspiel der aktiven Mannschaften und zu vielen Spielerinnen und Spielern pflegte er eine persönliche Beziehung. Sein Lob und seine Aufmunterung werden ihnen fehlen.

 

Für seine Verdienste ehrte ihn die Sportgemeinde schon 1967 mit der Silbernen Ehrennadel, im Jahre 2000 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Eine über die Bettringer Grenzen hinaus bekannte Stimme schweigt nun für immer, sein Stammplatz auf der Tribüne der Uhlandhalle bleibt künftig leer.
In tiefer Trauer, aber mit großer Dankbarkeit wird die Handballabteilung Hermann Schirle stets ein ehrendes Gedenken bewahren.